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Michael Heltau - Die Hundertjährige 1980 <br /> <br />mit Robert Opratko <br /> <br />Deutsche Version von Michel Sardou - La vieille 1976 <br /> <br />m einen Sommer zu beschwör'n <br />Denn nach August kommt vielleicht Frost <br />Und mit ihm hoher Besuch <br />Der wirft sein angstschwarzes Tuch <br /> <br />Und sie will leben tausend Jah'r <br />Denn hundert war'n wie eines war <br />Und jeder Tag und jede Nacht <br />Die sind woraus man Wunder macht <br /> <br />Wenn man sie bittet, dann erzählt die Alte <br />Wie das vor'm Ersten Weltkrieg war – <br />So zwischen Untergang und Walzer <br /> <br />Die Übersiedlung nach Prag <br />Pauls großer Handelsvertrag <br />Dann Konkurs und alles aus <br />Doch Vater schenkte ihr ein Haus <br />Und rettete den Schwiegersohn <br />Mit zweimal einer Million <br />Und damals war nicht Inflation, so sagt sie <br />Ein Schwiegersohn, der galt als Sohn <br /> <br />Im Traum verwandelt sie sich oft, die Alte <br />In eine Amsel aus Stanniol <br />An einem roten Firmament <br />Und sie erkennt dann von fern <br />Ihr eigenes Sterben als Stern <br /> <br />Doch sie will leben tausend Jah'r <br />Denn hundert war'n wie eines war <br />Und jeder Tag und jede Nacht <br />Die sind woraus man Wunder macht <br /> <br />Und sie trägt Kirschen auf dem Hut, die Alte <br />Um einen Sommer zu beschwör'n
Michael Heltau - Die Hundertjährige 1980 <br /> <br />mit Robert Opratko <br /> <br />Deutsche Version von Michel Sardou - La vieille 1976 <br /> <br />m einen Sommer zu beschwör'n <br />Denn nach August kommt vielleicht Frost <br />Und mit ihm hoher Besuch <br />Der wirft sein angstschwarzes Tuch <br /> <br />Und sie will leben tausend Jah'r <br />Denn hundert war'n wie eines war <br />Und jeder Tag und jede Nacht <br />Die sind woraus man Wunder macht <br /> <br />Wenn man sie bittet, dann erzählt die Alte <br />Wie das vor'm Ersten Weltkrieg war – <br />So zwischen Untergang und Walzer <br /> <br />Die Übersiedlung nach Prag <br />Pauls großer Handelsvertrag <br />Dann Konkurs und alles aus <br />Doch Vater schenkte ihr ein Haus <br />Und rettete den Schwiegersohn <br />Mit zweimal einer Million <br />Und damals war nicht Inflation, so sagt sie <br />Ein Schwiegersohn, der galt als Sohn <br /> <br />Im Traum verwandelt sie sich oft, die Alte <br />In eine Amsel aus Stanniol <br />An einem roten Firmament <br />Und sie erkennt dann von fern <br />Ihr eigenes Sterben als Stern <br /> <br />Doch sie will leben tausend Jah'r <br />Denn hundert war'n wie eines war <br />Und jeder Tag und jede Nacht <br />Die sind woraus man Wunder macht <br /> <br />Und sie trägt Kirschen auf dem Hut, die Alte <br />Um einen Sommer zu beschwör'n