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Michael Heltau - Amsterdam 1980 <br /> <br />Original von Jacques Brel 1964, <br />deutsche Version von 1975 <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />wird ein Traum angespült <br />und der glaubt, er erfüllt <br />sich bei dir, Amsterdam. <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />hängt die Hoffnung an dir, <br />wie die Fahne am Mast <br />auf dem windstillen Pier. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />wenn das Saufen so schmeckt, <br />fällt ein Junge nach vorn <br />auf sein Hirn und verreckt. <br />Ziemlich schwül, Amsterdam, <br />wird die Nacht heute Nacht, <br />ohne dass, wer es will, <br />wird ein Seemann gemacht. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />haben Seeleute schon <br />sehr viel Fischfett am Hemd <br />nach der dritten Portion; <br />ja und wenn ein Gebiss <br />einen Heilbutt zerreisst, <br />denkt der Junge nur d'ran, <br />dass sein Mädchen ihn beisst. <br /> <br />Alles frisst wie im Zorn, <br />alles riecht hier nach Fisch, <br />und ein doppelter Korn <br />sickert über den Tisch, <br />und sie geh'n, ziemlich laut, <br />nichts wie raus in die Nacht, <br />viel zu eng wird die Haut, <br />eine Hosennaht kracht. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />kommt das Fieber, das treibt, <br />so ein Tanz, der sich reibt, <br />ist das nächste Programm: <br />Das Akkordeon jault, <br />das Parkett wird zu klein, <br />jeder glaubt, die wird mein, <br />die vom Einsamsein mault. <br /> <br />Alles greift sich und fühlt, <br />alles dreht sich und lacht, <br />wenn der Mann, der da spielt, <br />seine Trinkpause macht; <br />und dann führt man den Schatz, <br />dieses üppige Stück, <br />zu den Schnäpsen zurück <br />und macht weiter am Platz. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />macht der Schnaps alle toll, <br />und sie saufen sich voll, <br />auf dein Wohl, Amsterdam, <br />auch auf dich, Reeperbahn, <br />auf ein'n Puff in Marseille, <br />auf den Suff in Calais, <br />auf den heutigen Zahn, <br />auf die Frauen der Welt, <br />die es gibt, die man haben kann, <br />und ein sehr feiner Mann <br />zahlt ja auch dafür Geld. <br /> <br />Und der Traum, er verliert, <br />er weiss, was jetzt kommen wird: <br />das, was immer schon kam, <br />und du wirst ganz gewiss <br />nur ein Riesenbeschiss, <br />heute Nacht, Amsterdam! <br />Amsterdam, Amsterdam, <br />Amsterdam, Amsterdam.
Michael Heltau - Amsterdam 1980 <br /> <br />Original von Jacques Brel 1964, <br />deutsche Version von 1975 <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />wird ein Traum angespült <br />und der glaubt, er erfüllt <br />sich bei dir, Amsterdam. <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />hängt die Hoffnung an dir, <br />wie die Fahne am Mast <br />auf dem windstillen Pier. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />wenn das Saufen so schmeckt, <br />fällt ein Junge nach vorn <br />auf sein Hirn und verreckt. <br />Ziemlich schwül, Amsterdam, <br />wird die Nacht heute Nacht, <br />ohne dass, wer es will, <br />wird ein Seemann gemacht. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />haben Seeleute schon <br />sehr viel Fischfett am Hemd <br />nach der dritten Portion; <br />ja und wenn ein Gebiss <br />einen Heilbutt zerreisst, <br />denkt der Junge nur d'ran, <br />dass sein Mädchen ihn beisst. <br /> <br />Alles frisst wie im Zorn, <br />alles riecht hier nach Fisch, <br />und ein doppelter Korn <br />sickert über den Tisch, <br />und sie geh'n, ziemlich laut, <br />nichts wie raus in die Nacht, <br />viel zu eng wird die Haut, <br />eine Hosennaht kracht. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />kommt das Fieber, das treibt, <br />so ein Tanz, der sich reibt, <br />ist das nächste Programm: <br />Das Akkordeon jault, <br />das Parkett wird zu klein, <br />jeder glaubt, die wird mein, <br />die vom Einsamsein mault. <br /> <br />Alles greift sich und fühlt, <br />alles dreht sich und lacht, <br />wenn der Mann, der da spielt, <br />seine Trinkpause macht; <br />und dann führt man den Schatz, <br />dieses üppige Stück, <br />zu den Schnäpsen zurück <br />und macht weiter am Platz. <br /> <br />Heute Nacht, Amsterdam, <br />macht der Schnaps alle toll, <br />und sie saufen sich voll, <br />auf dein Wohl, Amsterdam, <br />auch auf dich, Reeperbahn, <br />auf ein'n Puff in Marseille, <br />auf den Suff in Calais, <br />auf den heutigen Zahn, <br />auf die Frauen der Welt, <br />die es gibt, die man haben kann, <br />und ein sehr feiner Mann <br />zahlt ja auch dafür Geld. <br /> <br />Und der Traum, er verliert, <br />er weiss, was jetzt kommen wird: <br />das, was immer schon kam, <br />und du wirst ganz gewiss <br />nur ein Riesenbeschiss, <br />heute Nacht, Amsterdam! <br />Amsterdam, Amsterdam, <br />Amsterdam, Amsterdam.