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Hannover, <br />Der Titel von Jean-Robert Valentins Videoinstallation “Fragmente” verweist nicht nur auf deren formale Rahmung – die Projektion verteilt sich auf eine Reihe vieleckiger Leinwände, in die Bäume gespannt, als wären sie Scherben einer großen geborstenen Fläche. Fast kubistisch mutet die dreidimensionale Rekonstruktion an, als erlaube sie dem Betrachter viele verschiedene Perspektiven zugleich. Auch die als “Samples” verwendeten Bildinhalt sind Fragmente, kulturhistorische Versatzstücke unterschiedlichen medialen Ursprungs. Die gezeigt Wasseroberfläche ist einem Live-Bild aus der Alhambra entnommen, einem, das einst Teil einender früheren Installationen Künstlers war. Hin und wieder taucht eine Schwimmerin auf, die das Wasser aus alle Richtungen gleichzeitig zu durchpflügen scheint, sie entstammt einem Werbespot, die Wim Wenders einst für “Afri Cola” erstellte. Die Präsentation der demonstrieren Elemente erinnert jedoch noch a ein weiteres ikonenhaftes Versatzstück der Populärkultur: “das ist, als würde in “Matrix” in einen Pool schießen.” Im Film wäre die Szene eigefroren, in Blickwinkel aufgelöst, die Kamera würde sich durch Splitter des Bildes bewegen. “Fragmente” geht noch einen Schritt weiter: Wir sehen die Bruchstücke nicht mehr auf der Kinoleinwand, sondern auf Bruchstücke selbst dieser. Zeit und Raum scheinen aufgelöst, im Zustand des Chaos – und noch mit einer klaren Handlungsanweisung an den Betrachter: Benutze deine Vorstellungskraft, ordne, konstruiere, tauche ein. <br />Thomas Kaestle
Hannover, <br />Der Titel von Jean-Robert Valentins Videoinstallation “Fragmente” verweist nicht nur auf deren formale Rahmung – die Projektion verteilt sich auf eine Reihe vieleckiger Leinwände, in die Bäume gespannt, als wären sie Scherben einer großen geborstenen Fläche. Fast kubistisch mutet die dreidimensionale Rekonstruktion an, als erlaube sie dem Betrachter viele verschiedene Perspektiven zugleich. Auch die als “Samples” verwendeten Bildinhalt sind Fragmente, kulturhistorische Versatzstücke unterschiedlichen medialen Ursprungs. Die gezeigt Wasseroberfläche ist einem Live-Bild aus der Alhambra entnommen, einem, das einst Teil einender früheren Installationen Künstlers war. Hin und wieder taucht eine Schwimmerin auf, die das Wasser aus alle Richtungen gleichzeitig zu durchpflügen scheint, sie entstammt einem Werbespot, die Wim Wenders einst für “Afri Cola” erstellte. Die Präsentation der demonstrieren Elemente erinnert jedoch noch a ein weiteres ikonenhaftes Versatzstück der Populärkultur: “das ist, als würde in “Matrix” in einen Pool schießen.” Im Film wäre die Szene eigefroren, in Blickwinkel aufgelöst, die Kamera würde sich durch Splitter des Bildes bewegen. “Fragmente” geht noch einen Schritt weiter: Wir sehen die Bruchstücke nicht mehr auf der Kinoleinwand, sondern auf Bruchstücke selbst dieser. Zeit und Raum scheinen aufgelöst, im Zustand des Chaos – und noch mit einer klaren Handlungsanweisung an den Betrachter: Benutze deine Vorstellungskraft, ordne, konstruiere, tauche ein. <br />Thomas Kaestle