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Fünf Länder (Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien) boykottieren den ESC als Reaktion auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Mehrere Seiten, darunter etwa eine UN-Kommission, NGOs oder auch Länder wie etwa Spanien unter Regierungschef Pedro Sánchez werfen Israel aufgrund des militärischen Vorgehens in dem palästinensischen Gebiet Völkermord vor. <br /> <br />Eine Veranstaltung zum Europatag wurde am vergangenen Samstag von einer Protestaktion gestört. Propalästinensische Demonstrant:innen übertönten dabei mit Trillerpfeifen und einem Megafon die Ansprachen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Ludwig kritisierte die Demonstrant:innen scharf. <br /> <br />Vor und während des israelischen Beitrags im ersten Halbfinale am Dienstag war die Parole "Stop Genocide!" in der TV-Übertragung zu hören. Die Person wurde laut dem ORF der Halle verwiesen, laut der Exekutive kam es zu einer Festnahme. Die jüdisch-österreichische Studierende laden am Samstag zu Protest-Public-Viewing mit Polizeischutz. <br /><br />Für unser Video haben wir mit verschiedenen Menschen gesprochen: Palästina-Aktivist:innen wie Rafael Eisler und Echo Lex erklären, wieso sie gegen die ESC-Teilnahme Israels demonstrieren und der Song Contest für sie kein unpolitisches Event sei. Der palästinensisch-stämmige Wiener Sami Ayad kommt dabei ebenso zu Wort wie der jüdisch-antizionistische Filmemacher Haim Bresheeth, der selbst in Israel aufgewachsen ist. Kritik an den Boykottaufrufen äußert die Gastronomin Lisa Wegenstein, die als Gastgeberin des ESC-Cafés für Israel fungiert und von wachsendem Antisemitismus berichtet. Für den früheren SPÖ-Bezirksrat und Mitorganisator des Israel-Cafés Götz Schrage ist Israels Vorgehen in Gaza ein defensives Kämpfen gegen die eigene Vernichtung. Laut Robert Stachel von Maschek sei es ungerecht, dass sich ein Künstler aus Israel von seiner Regierung oder seinem Staat distanzieren solle, um auftreten zu dürfen. Zudem haben wir uns bei weiteren Gästen des Cafés und Israel-Fans umgehört.
Fünf Länder (Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien) boykottieren den ESC als Reaktion auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Mehrere Seiten, darunter etwa eine UN-Kommission, NGOs oder auch Länder wie etwa Spanien unter Regierungschef Pedro Sánchez werfen Israel aufgrund des militärischen Vorgehens in dem palästinensischen Gebiet Völkermord vor. <br /> <br />Eine Veranstaltung zum Europatag wurde am vergangenen Samstag von einer Protestaktion gestört. Propalästinensische Demonstrant:innen übertönten dabei mit Trillerpfeifen und einem Megafon die Ansprachen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Ludwig kritisierte die Demonstrant:innen scharf. <br /> <br />Vor und während des israelischen Beitrags im ersten Halbfinale am Dienstag war die Parole "Stop Genocide!" in der TV-Übertragung zu hören. Die Person wurde laut dem ORF der Halle verwiesen, laut der Exekutive kam es zu einer Festnahme. Die jüdisch-österreichische Studierende laden am Samstag zu Protest-Public-Viewing mit Polizeischutz. <br /><br />Für unser Video haben wir mit verschiedenen Menschen gesprochen: Palästina-Aktivist:innen wie Rafael Eisler und Echo Lex erklären, wieso sie gegen die ESC-Teilnahme Israels demonstrieren und der Song Contest für sie kein unpolitisches Event sei. Der palästinensisch-stämmige Wiener Sami Ayad kommt dabei ebenso zu Wort wie der jüdisch-antizionistische Filmemacher Haim Bresheeth, der selbst in Israel aufgewachsen ist. Kritik an den Boykottaufrufen äußert die Gastronomin Lisa Wegenstein, die als Gastgeberin des ESC-Cafés für Israel fungiert und von wachsendem Antisemitismus berichtet. Für den früheren SPÖ-Bezirksrat und Mitorganisator des Israel-Cafés Götz Schrage ist Israels Vorgehen in Gaza ein defensives Kämpfen gegen die eigene Vernichtung. Laut Robert Stachel von Maschek sei es ungerecht, dass sich ein Künstler aus Israel von seiner Regierung oder seinem Staat distanzieren solle, um auftreten zu dürfen. Zudem haben wir uns bei weiteren Gästen des Cafés und Israel-Fans umgehört.