Chronik in Bildern des Dorfes Eisenhüttl im Burgenland <br />Eisenhüttl (Kroatisch: Jezerjani - Ungarisch: Kisvaskut) ist eine kleine Ortschaft im Südburgenland, die seit dem 1. Jänner 1971 als Katastralgemeinde zur Marktgemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing gehört. Das Dorf hat eine Fläche von etwa 4,5 km² und zählt derzeit rund 140–147 Einwohner (Stand 2023/2025). Es ist Teil des Siedlungsgebiets der Burgenlandkroaten und zeichnet sich durch eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft aus, mit Hügeln, Wäldern und Weinbergen. Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch, mit einer Filialkirche in Eisenhüttl. Die folgende Chronik fasst die wichtigsten historischen Ereignisse und Entwicklungen zusammen, basierend auf verfügbaren Quellen. Der Fokus liegt auf der Zeit seit den 1970er Jahren, wie in der Anfrage gewünscht, ergänzt um den historischen Kontext für eine vollständige Übersicht. <br />Frühe Geschichte und Gründung (16.–17. Jahrhundert) <br />• Mitte 16. Jahrhundert: Nach den Türkenkriegen (1529–1683) wird das Gebiet mit kroatischstämmiger Bevölkerung besiedelt, die vor den Osmanen flohen. Eisenhüttl entsteht als kroatische Kolonistensiedlung. Der Name leitet sich möglicherweise von einer Eisenhütte oder Quelle ab. <br />• 1617: Erste urkundliche Erwähnung im Urbar (Grundbuch) der Herrschaft Güssing als rein kroatisches Dorf. Die Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Weinbau. <br />• 1635: Im Urbar wird Eisenhüttl als "neu gegründet" beschrieben. Deutsche Siedler leben in "Oberhüttl", Kroaten in "Unterhüttl". <br />• 1662: Im Rahmen der Batthyány-Familienteilung fallen Eisenhüttl, Kukmirn und Limbach an Christoph Batthyány, was die administrative Bindung an die Herrschaft Güssing verstärkt. <br />18.–19. Jahrhundert: Unter ungarischer Herrschaft <br />• 18. Jahrhundert: Das Dorf bleibt Teil des ungarischen Komitats Eisenburg (Vas). Die Bevölkerung ist bilingual (Deutsch/Kroatisch), mit starker kroatischer Prägung. <br />• 1898: Aufgrund der Magyarisierungspolitik der ungarischen Regierung in Budapest muss der offizielle Name zu "Kisvaskút" geändert werden. Dies spiegelt die Assimilationsbemühungen wider. <br />20. Jahrhundert: Anschluss an Österreich und Zwischenkriegszeit <br />• 1920/1921: Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Vertrag von Trianon wird Eisenhüttl Teil des neu gegründeten Burgenlands und damit Österreichs. Bis dahin gehörte es zu Deutsch-Westungarn (Ungarn). <br />