Es gibt einen Grund, warum Bob Clarks bahnbrechender Slasher-Film von 1974 seinen Platz auf Listen wie ‚Top 100 Horrorfilme‘ und ‚makabre Weihnachtsfilme zum Anschauen‘ findet; er ist wirklich großartig und zutiefst verstörend. Nicht nur das, er erschien außerdem vier Jahre vor Carpenters Halloween und gilt damit, zumindest einigermaßen argumentierbar, als einer der ersten Slasher-Filme.Clarks Weihnachtsalbtraum funktioniert besonders gut, weil er teils Farce, teils grausamer Stalking- und Slash-Thriller ist. Zwischen der alkoholkranken Matriarchin Mrs. Mac und einigen der dümmsten Polizisten der Horrorfilmgeschichte unternimmt ein gewalttätiger Psychopath, der nur als Billy bekannt ist, regelmäßig Ausflüge vom Dachboden, um auf grausame Weise Schwestern eines Schwesternhauses auf angemessen weihnachtliche Weise zu ermorden.Innovativ hält Clark lange Passagen des Stalkings aus der Perspektive des Opfers durch und dreht uns mit den heute berüchtigten obszönen Telefonanrufen den Magen um, die dem wahnsinnigen Geplapper eines Serienmörders näherkommen als es die meisten Slasher je geschafft haben. Zwischen Comedy und Morden hält eine zweite Geschichte über Abtreibung und gescheiterte Träume diesen unangenehmen kleinen Weihnachtsfilm am Laufen.