Der Hamburger Journalist Emanuel Goldfarb, einziger Sohn von Holocaust-Überlebenden, wird von einem Lehrer über die Kultusgemeinde in dessen Unterricht eingeladen, damit er den Schülern Fragen zum Judentum beantwortet.<br /><br />Bei der Formulierung der Absage, in der Goldfarb seine Identität und sein Leben als Jude und Deutscher in Deutschland aufrollt, entsteht ein Monolog, den Goldfarb in ein Diktiergerät spricht – wütend über so vorsichtige Formulierungen wie „Mitglied Ihrer Religionsgemeinschaft“ oder „Jüdischer Mitbürger“ statt „Jude“.<br /><br />Über 90 Minuten arbeitet sich Goldfarb in seinem Monolog durch die „jüdischen Themen“, um dem Lehrer seine Ablehnung plausibel zu machen – am Ende der Geschichte erlebt der Zuschauer ihn jedoch trotzdem im Klassenzimmer, ohne dass sein tatsächlicher Dialog mit den Schülern noch Teil der Handlung ist.<br /><br />