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Ein Videoclip von Jörg Hermann <br /> <br />"Ich kann nicht mehr!" <br />Nur wenige Mitarbeiter sagen so frei heraus, wenn sie sich der Arbeitsbelastung nicht gewachsen fühlen. Chefs, die diese Warnsignale im Blick haben, können dennoch rechtzeitig gegensteuern. <br /> <br />Wer will das nicht: ein guter Chef sein? Einer, dem die Mitarbeiter vertrauen. Für den sie gerne arbeiten – und für den sie sich deshalb richtig reinhängen. Einer, der weiß, wie er sein Team zu Höchstleistungen anspornt. Aber auch einer, der merkt, wenn einer seiner Leute nicht mehr kann. <br /> <br />Und doch gerät die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Alltag allzu schnell aus dem Blick. Dabei ist Überarbeitung laut dem Gesundheitsmonitor von Bertelsmann Stiftung und Barmer weit verbreitet: Bei der Befragung im Jahr 2015 gaben 42 Prozent der Erwerbstätigen an, ihr Arbeitsumfeld sei durch steigende Leistungs- und Ertragsziele geprägt. Jeder Dritte wisse demzufolge nicht mehr, wie er die wachsenden Ansprüche bewältigen solle. <br /> <br />Das gilt insbesondere für stille, fleißige Teamkollegen, die alle aufgetragenen Aufgaben klaglos und zuverlässig erledigen und denen deshalb jeder gern noch was auf den Tisch packt: Keiner merkt was, bis die Unermüdlichen mit einem Burnout ausfallen – oder frustriert kündigen. Nur wer die Überarbeitung eines Mitarbeiters rechtzeitig erkennt, kann umsteuern: etwa durch Umverteilung von Aufgaben, entlastende Gespräche mit dem Betroffenen oder angepasste Zielvereinbarungen. <br /> <br />Doch woran merkt man, dass ein Mitarbeiter an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gerät? Das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) des Dachverbands der Betriebskrankenkassen nennt unter anderem folgende Anzeichen für Überarbeitung und psychische Belastung: <br /> <br />1. Er ist dauernd müde. <br />2. Er streitet sich wegen Kleinigkeiten mit Kollegen. <br />3. Er braucht für seine Aufgaben länger als sonst. <br />4. Er macht freiwillig Überstunden. <br />5. Er macht mehr Fehler. <br />6. Er sieht schwarz. <br />7. Er meldet sich häufig krank.
Ein Videoclip von Jörg Hermann <br /> <br />"Ich kann nicht mehr!" <br />Nur wenige Mitarbeiter sagen so frei heraus, wenn sie sich der Arbeitsbelastung nicht gewachsen fühlen. Chefs, die diese Warnsignale im Blick haben, können dennoch rechtzeitig gegensteuern. <br /> <br />Wer will das nicht: ein guter Chef sein? Einer, dem die Mitarbeiter vertrauen. Für den sie gerne arbeiten – und für den sie sich deshalb richtig reinhängen. Einer, der weiß, wie er sein Team zu Höchstleistungen anspornt. Aber auch einer, der merkt, wenn einer seiner Leute nicht mehr kann. <br /> <br />Und doch gerät die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Alltag allzu schnell aus dem Blick. Dabei ist Überarbeitung laut dem Gesundheitsmonitor von Bertelsmann Stiftung und Barmer weit verbreitet: Bei der Befragung im Jahr 2015 gaben 42 Prozent der Erwerbstätigen an, ihr Arbeitsumfeld sei durch steigende Leistungs- und Ertragsziele geprägt. Jeder Dritte wisse demzufolge nicht mehr, wie er die wachsenden Ansprüche bewältigen solle. <br /> <br />Das gilt insbesondere für stille, fleißige Teamkollegen, die alle aufgetragenen Aufgaben klaglos und zuverlässig erledigen und denen deshalb jeder gern noch was auf den Tisch packt: Keiner merkt was, bis die Unermüdlichen mit einem Burnout ausfallen – oder frustriert kündigen. Nur wer die Überarbeitung eines Mitarbeiters rechtzeitig erkennt, kann umsteuern: etwa durch Umverteilung von Aufgaben, entlastende Gespräche mit dem Betroffenen oder angepasste Zielvereinbarungen. <br /> <br />Doch woran merkt man, dass ein Mitarbeiter an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gerät? Das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) des Dachverbands der Betriebskrankenkassen nennt unter anderem folgende Anzeichen für Überarbeitung und psychische Belastung: <br /> <br />1. Er ist dauernd müde. <br />2. Er streitet sich wegen Kleinigkeiten mit Kollegen. <br />3. Er braucht für seine Aufgaben länger als sonst. <br />4. Er macht freiwillig Überstunden. <br />5. Er macht mehr Fehler. <br />6. Er sieht schwarz. <br />7. Er meldet sich häufig krank.