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Die Inhaftierungswelle kritischer Journalisten in der Türkei läuft weiter. Jetzt wurde auch “Cumhuriyet”-Herausgeber Akin Atalay festgesetzt. Atalay sei aus Deutschland kommend am Istanbuler Atatürk-Flughafen festgenommen worden, berichtete die Zeitung auf ihrer Homepage. Polizisten hätten ihn direkt nach Verlassen des Flugzeugs mitgenommen. Ende Oktober waren bereits der Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere Journalisten der Zeitung festgenommen worden. Die türkische Staatsführung geht seit dem gescheiterten Putsch Mitte Juli massiv gegen oppositionelle Medien vor. Anfang November ließ die Regierung bereits neun Mitarbeiter der Zeitung wegen “terroristischer Aktivitäten” inhaftieren. Die Staatsanwaltschaft wirft Cumhuriyet vor, in ihrer Berichterstattung den gescheiterten Militärputsch Mitte Juli gerechtfertigt und Straftaten zugunsten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK und der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen begangen zu haben. Schon vor dem Putsch war der frühere Cumhuriyet-Chefredakteur Dündar war im Mai nach der Veröffentlichung eines Artikels über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden.<br />
Die Inhaftierungswelle kritischer Journalisten in der Türkei läuft weiter. Jetzt wurde auch “Cumhuriyet”-Herausgeber Akin Atalay festgesetzt. Atalay sei aus Deutschland kommend am Istanbuler Atatürk-Flughafen festgenommen worden, berichtete die Zeitung auf ihrer Homepage. Polizisten hätten ihn direkt nach Verlassen des Flugzeugs mitgenommen. Ende Oktober waren bereits der Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere Journalisten der Zeitung festgenommen worden. Die türkische Staatsführung geht seit dem gescheiterten Putsch Mitte Juli massiv gegen oppositionelle Medien vor. Anfang November ließ die Regierung bereits neun Mitarbeiter der Zeitung wegen “terroristischer Aktivitäten” inhaftieren. Die Staatsanwaltschaft wirft Cumhuriyet vor, in ihrer Berichterstattung den gescheiterten Militärputsch Mitte Juli gerechtfertigt und Straftaten zugunsten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK und der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen begangen zu haben. Schon vor dem Putsch war der frühere Cumhuriyet-Chefredakteur Dündar war im Mai nach der Veröffentlichung eines Artikels über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden.<br />