» gerät
Eine junge Frau will ihrem Freund eins auswischen und lässt sich beim Sex mit einem anderen filmen. Die Bilder geraten ins Internet. Eineinhalb Jahre später ist die 31jährige tot – Selbstmord. <br /><br /> Während der Zeit versuchte die Italienerin aus der Gegend von Neapel alles Mögliche, um aus dem Brennpunkt der Web-Öffentlichkeit zu verschwinden: Sie gab ihre Arbeit auf, zog in den Norden, versuchte ihren Namen zu ändern. <br /><br /> Keine Chance. Die Bilder waren schneller – selbst die erzwungene Entfernung des Videos aus den Suchmaschinen im Jahr 2015 kam nicht dagegen an. Sie wurde auf der Straße erkannt, erntete Spott und Hohn. <br /><br /> Und ihre gefilmten Worte: “Drehen Sie weiter? Bravo!” <br /><br /> ...wurden zum Sprichwort. Schließlich waren die Sozialmedien voll mit Parodien und Geblödel, sogar in der Werbung kam der Spruch an.<br /><br /> #Napoli anticipa i #Saldi così, #TizianaCantone style: pic.twitter.com/JbNyem27Sj— Sandro Di Domenico (@SandorDD) 27 June 2015<br /><br /> Selbst ein letzter öffentlicher Hilferuf eine Woche vor dem Suizid verhallte ungehört: “Ich habe versucht, mich umzubringen.”<br /><br /> #TizianaCantone aveva tentato il suicidio già una settimana fa. Perchè nessuno ha cercato di aiutarla? pic.twitter.com/p0oMWktm2D— Ilaria (@IlariaBifarini) 13 September 2016<br /><br /> Antonello Soro, Präsident der italienischen Datenschutzbehörde:<br /><br /> ‘‘Viele Menschen sind sich der Risiken rund um soziale Netzwerke einfach nicht bewusst. Das ist eine Welt ohne Grenzen: Sobald ein Kommentar raus ist, ein Bild gepostet, sind diese Websites und Dateien kaum noch zu kontrollieren.”<br /><br /> Der Staatsanwalt in Mailand, Francesco Greco, hat eine Untersuchung eröffnet. Sie soll klären, welchen Einfluss das Video auf Facebook, WhatsApp und anderen Sozial-Medien – immer in Verbindung mit dem vollen Namen – auf die Verzweiflungstat der jungen Frau hatten. <br /><br /> su mit ANSA<br />
Eine junge Frau will ihrem Freund eins auswischen und lässt sich beim Sex mit einem anderen filmen. Die Bilder geraten ins Internet. Eineinhalb Jahre später ist die 31jährige tot – Selbstmord. <br /><br /> Während der Zeit versuchte die Italienerin aus der Gegend von Neapel alles Mögliche, um aus dem Brennpunkt der Web-Öffentlichkeit zu verschwinden: Sie gab ihre Arbeit auf, zog in den Norden, versuchte ihren Namen zu ändern. <br /><br /> Keine Chance. Die Bilder waren schneller – selbst die erzwungene Entfernung des Videos aus den Suchmaschinen im Jahr 2015 kam nicht dagegen an. Sie wurde auf der Straße erkannt, erntete Spott und Hohn. <br /><br /> Und ihre gefilmten Worte: “Drehen Sie weiter? Bravo!” <br /><br /> ...wurden zum Sprichwort. Schließlich waren die Sozialmedien voll mit Parodien und Geblödel, sogar in der Werbung kam der Spruch an.<br /><br /> #Napoli anticipa i #Saldi così, #TizianaCantone style: pic.twitter.com/JbNyem27Sj— Sandro Di Domenico (@SandorDD) 27 June 2015<br /><br /> Selbst ein letzter öffentlicher Hilferuf eine Woche vor dem Suizid verhallte ungehört: “Ich habe versucht, mich umzubringen.”<br /><br /> #TizianaCantone aveva tentato il suicidio già una settimana fa. Perchè nessuno ha cercato di aiutarla? pic.twitter.com/p0oMWktm2D— Ilaria (@IlariaBifarini) 13 September 2016<br /><br /> Antonello Soro, Präsident der italienischen Datenschutzbehörde:<br /><br /> ‘‘Viele Menschen sind sich der Risiken rund um soziale Netzwerke einfach nicht bewusst. Das ist eine Welt ohne Grenzen: Sobald ein Kommentar raus ist, ein Bild gepostet, sind diese Websites und Dateien kaum noch zu kontrollieren.”<br /><br /> Der Staatsanwalt in Mailand, Francesco Greco, hat eine Untersuchung eröffnet. Sie soll klären, welchen Einfluss das Video auf Facebook, WhatsApp und anderen Sozial-Medien – immer in Verbindung mit dem vollen Namen – auf die Verzweiflungstat der jungen Frau hatten. <br /><br /> su mit ANSA<br />