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Erika Pluhar - Anspruch 1981 <br /> <br />Wenn du mir die Hand gibst, und ich fühle <br />die ferne Ängstlichkeit in der Kühle <br />deiner Finger, die die meinen umschliessen – <br />dann möcht ich dir nah sein <br />und weich wie ein Kissen <br /> <br />Aber seh ich dich Pfauenräder schlagen <br />und den Menschen Kluges sagen <br />die Eitelkeit deine Lippen verbiegen – <br />dann seh ich, wie deine Wahrheiten lügen <br /> <br />Du hältst nicht, was dein Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht <br /> <br />Wenn wir zwei uns ansehn, und ich ahne <br />in deinen Augen die Karawane <br />von Schmerzen, die vorbeigezogen – <br />dann spannt Liebe sich auf <br />wie ein Regenbogen <br /> <br />Aber fühl ich dich Mauern aus Abwehr bauen <br />damit sie dir nicht in die Seele schauen <br />und Flitter und Saltos, nur um zu siegen – <br />dann fühl ich, wie deine Wahrheiten lügen <br /> <br />Du hältst nicht, was dein Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht <br /> <br />Wenn wir uns umarmen und erkennen <br />weil wir uns wirklich beim Namen nennen <br />beim Namen, den unsre Seelen tragen – <br />dann lässt sich die Fremdheit <br />ein wenig zerschlagen <br /> <br />Aber stehn wir uns fern mit verkauften Gesichtern <br />dem Gehabe von selbstgerechten Richtern <br />und leben, als wär’n wir nie unterzukriegen – <br />dann wissen wir, dass unsre Wahrheiten lügen <br /> <br />Wir halten nicht, was unser Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht
Erika Pluhar - Anspruch 1981 <br /> <br />Wenn du mir die Hand gibst, und ich fühle <br />die ferne Ängstlichkeit in der Kühle <br />deiner Finger, die die meinen umschliessen – <br />dann möcht ich dir nah sein <br />und weich wie ein Kissen <br /> <br />Aber seh ich dich Pfauenräder schlagen <br />und den Menschen Kluges sagen <br />die Eitelkeit deine Lippen verbiegen – <br />dann seh ich, wie deine Wahrheiten lügen <br /> <br />Du hältst nicht, was dein Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht <br /> <br />Wenn wir zwei uns ansehn, und ich ahne <br />in deinen Augen die Karawane <br />von Schmerzen, die vorbeigezogen – <br />dann spannt Liebe sich auf <br />wie ein Regenbogen <br /> <br />Aber fühl ich dich Mauern aus Abwehr bauen <br />damit sie dir nicht in die Seele schauen <br />und Flitter und Saltos, nur um zu siegen – <br />dann fühl ich, wie deine Wahrheiten lügen <br /> <br />Du hältst nicht, was dein Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht <br /> <br />Wenn wir uns umarmen und erkennen <br />weil wir uns wirklich beim Namen nennen <br />beim Namen, den unsre Seelen tragen – <br />dann lässt sich die Fremdheit <br />ein wenig zerschlagen <br /> <br />Aber stehn wir uns fern mit verkauften Gesichtern <br />dem Gehabe von selbstgerechten Richtern <br />und leben, als wär’n wir nie unterzukriegen – <br />dann wissen wir, dass unsre Wahrheiten lügen <br /> <br />Wir halten nicht, was unser Anspruch verspricht <br />drum ver-halten wir uns und halten uns nicht