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Ich kam nach Kabul, um nach Parwin, Hafiza und Tajwar zu suchen, mit denen ich vor 15 Jahren schon einmal einen Film gedreht hatte. <br /> <br />Tagelang durchstreifte ich die verwuestete Stadt nach ihnen und freute mich sehr, als ich Tajwar wiederfand, die sich immer noch unermuedlich fuer die Rechte der Frauen einsetzt. Ich hoffe fuer Hafiza, die Schneiderin, dass ihre Toechter ein besseres Leben haben werden, und Afghanistan wird fuer mich immer mit Parwin verbunden sein, die mir ihr Land so nahe brachte. <br /> <br />Ich lernte Sotana kennen, Parwins Tochter, die die Schulbuecher unter ihrem Mantel schmuggelte, Chatiba, die Plisseefalten in den Schleier buegelt, bis die Fingerkuppen bluten, Bibigul, die ihn zusammen naeht, und die vier Gymnasiastinnen, die so gluecklich sind, lernen zu duerfen. Parwin machte mich bekannt mit Nasrin, der Richterin, die fuer Gerechtigkeit kaempft, und mit Rasia, der Dorf-Aerztin, die anderer Leiden lindert und gegen die eigenen schmerzlichen Erinnerungen machtlos ist. <br /> <br />Was wird aus ihnen allen geworden sein, wenn ich das naechste Mal komme? Der Abschied fiel mir schwer. So viel Leid, so viel Zerstoerung. Aber auch so viel Hoffnung, so viel Leben. Woher nehmen diese Maedchen und Frauen ihre Staerke, ihre Schoenheit? Die Dunkelheit ist noch lange nicht vorueber. Aber sie alle leuchten wie Sterne am verbrannten Himmel.
Ich kam nach Kabul, um nach Parwin, Hafiza und Tajwar zu suchen, mit denen ich vor 15 Jahren schon einmal einen Film gedreht hatte. <br /> <br />Tagelang durchstreifte ich die verwuestete Stadt nach ihnen und freute mich sehr, als ich Tajwar wiederfand, die sich immer noch unermuedlich fuer die Rechte der Frauen einsetzt. Ich hoffe fuer Hafiza, die Schneiderin, dass ihre Toechter ein besseres Leben haben werden, und Afghanistan wird fuer mich immer mit Parwin verbunden sein, die mir ihr Land so nahe brachte. <br /> <br />Ich lernte Sotana kennen, Parwins Tochter, die die Schulbuecher unter ihrem Mantel schmuggelte, Chatiba, die Plisseefalten in den Schleier buegelt, bis die Fingerkuppen bluten, Bibigul, die ihn zusammen naeht, und die vier Gymnasiastinnen, die so gluecklich sind, lernen zu duerfen. Parwin machte mich bekannt mit Nasrin, der Richterin, die fuer Gerechtigkeit kaempft, und mit Rasia, der Dorf-Aerztin, die anderer Leiden lindert und gegen die eigenen schmerzlichen Erinnerungen machtlos ist. <br /> <br />Was wird aus ihnen allen geworden sein, wenn ich das naechste Mal komme? Der Abschied fiel mir schwer. So viel Leid, so viel Zerstoerung. Aber auch so viel Hoffnung, so viel Leben. Woher nehmen diese Maedchen und Frauen ihre Staerke, ihre Schoenheit? Die Dunkelheit ist noch lange nicht vorueber. Aber sie alle leuchten wie Sterne am verbrannten Himmel.